10.06.2023

Peukert's Thesen - Sein Plan zum Weg in die ökofaschistische Diktatur

 Im Folgenden findet Ihr die ökofaschistischen Ergüsse des besagten Prof. Dr. Helge Peukert, Mitglied von Scientist Rebellion, selbsternannter Vordenker der extremistischen Gruppierung "Letzte Generation".

Der nachstehende Text zeigt offen, wohin die grüne Reise gehen soll, geradewegs in die Diktatur und ich habe mir erlaubt, die gefährlichsten seiner Forderungen zu markieren und mit blau zu kommentieren.

Quelle des folgenden Textes: Klima: 66 radikale Forderungen, die euer Leben verändern würden - Business Insider

Hier ist der Katalog der wichtigsten Forderungen Peukerts:

1. Klima

• Reduzierung des Ausstoßes aller Treibhausgase in der EU bis 2035 auf Netto-Null.

• Verbot von Palmöl und aller durch Entwaldung hergestellten Produkte.

• Verbot des Abholzens von Wäldern. Gebot zum Anpflanzen von Bäumen, Renaturierung von Böden, Mooren und anderen CO₂-Speichern.

Wenn die forstwirtschaftliche Nutzung von Wäldern verboten wird, wie auch die fossile Nutzung (Erdöl), womit werden dann die Produkte des täglichen Bedarfs hergestellt?

• Verbot von Lagerfeuern, Grillen und des Verbrennens von Feldfrüchten und Gartenabfällen.

• Weitestgehende Reduzierung des Militärs.

2. Verkehr

• Rationierung des privaten Benzin- und Dieselverbrauch auf 500 Liter pro Person im Jahr. Reduzierung auf null in fünf Jahren.

• Kostenloser öffentliche Nah- und Fernverkehr.

• „Absoluter Vorrang“ für Rad- und Schienenverkehr.

• Abbau vieler Straßen und Autobahnen.

• Reduzierung der Güterverkehrs mit Lastwagen und Schiffen um 20 Prozent im Jahr.

• Verbot von Kreuzfahrtschiffen

• Verbot von „Niedrigpreis-Fluglinien“.

• Verbot aller Flüge unter 1000 Kilometer und über 3000 Kilometer.

Flüge unter 1000 km zu verbieten, macht vielleicht noch Sinn, da man hier durchaus alternative Reisemöglichkeiten findet (Auto, Bahn). Aber Flüge über 3000 km zu verbieten, ist ein schwerer Eingriff in die Freiheit der Menschen, denn damit kommt man über die nordafrikanische Küste nicht mehr hinaus. USA, Kanada, Südamerika? Verboten! Asien, Australien? Verboten!

Hier wird auch gezeigt, dass Bildung, Kultur und Völkerverständigung nicht im Interesse der grünen Extremisten liegt.

• Verbot von Business-Class und First-Class bei Flügen.

• Rationierung von Flügen auf einen Hin- und Rückflug je Person pro Jahr. In fünf Jahren sollen nur noch ein Flug alle drei Jahre erlaubt sein.

• Schließung der meisten Flughäfen.

3. Soziales und Gesellschaft

• Einführung eines bedingten Grundeinkommen. Es kann durch Arbeit in staatlichen „sozial-ökologischen Arbeitsplätzen“ verdient werden.

• Maximaleinkommen in Höhe des zehnfachen Mindestlohns.

• Hohe Vermögens- und Erbschaftssteuern („ggf. Deckelung des max. zulässigen Vermögens“).

Hier haben wir es ganz klar mit Regulierungswahn und wildesten Enteignungsphantasien zu tun. 

• CO₂-Steuer von fünf Prozent des Jahreseinkommens für jede Tonne CO₂ oberhalb eines Verbrauchs zwei Tonnen CO₂ pro Person

Derzeit liegt der Verbrauch bei ca. 8 Tonnen pro Person. Wenn wir es schaffen, durch massiven Verzicht auf die Hälfte zu kommen, wären das bei heutigem Mindestlohn und einem 8-Std.-Arbeitstag für Bezieher des Mindestlohnes 1250 EUR im Jahr.

• Verbot der privaten Krankenversicherung. In der öffentlichen Krankenversicherung entfallen die Beitragsbemessungsgrenzen.  

• Sorge- und Pflegearbeit sollen nur noch vom Staat angeboten werden.

Bedeutet nichts anderes als die Verstaatlichung des kompletten Gesundheitswesens, von der Apotheke, über Arzt und Krankenhaus bis hin zu Pflegeeinrichtungen wie Altersheimen.

4. Kommunikation/Forschung: 

• Gründung einer Organisation zur Förderung der „Einsicht in Veränderungen und Notwendigkeit radikaler Maßnahmen“.

Erklärt sich fast von selbst: Errichtung der Ökodiktatur soll propagandistisch untermauert werden, Bekämpfung und Ausschaltung von Andersdenkenden, Errichtung einer absolutistischen "Öko-Wahrheit".

• Drastische Einschränkung der Handlungsfreiheit der IT-Konzerne

Massive Zensur. Jede freie Meinungsbildung soll im Keim erstickt werden.

• Sondervermögens für Forschungseinrichtungen zur Umsetzung des Notstandsprogramms;

• Ausrichtung von Lehre und Forschung auf eine „Überlebenswissenschaft“.

Komplette Abschaffung innovativer zukunftsfördernder Forschung.

5. Wohnen: 

• Im Grundsatz Verbot aller Neubauaktivitäten. Nötige Neubauten nur als Null-Emissionshäuser.

Aufteilung der bestehenden Bevölkerung ausschließlich auf den bestehenden Wohnraum. Zwangszuweisung bei Überschreitung einer zugewiesenen qm-Anzahl pro Bürger. Zwang zu Gemeinschaftsunterkünften, u.a. auch zur gegenseitigen Kontrolle.

• Rationierung der Energie auf eine Menge je Bürger, die zum Heizen von 45 Quadratmeter Wohnfläche bis 20 Grad benötigt wird;

Es werden keine 45qm pro Person sein, sondern deutlich weniger.

• Keine weitere Versiegelung von Freiflächen.

Kein Neubau, keine Straßen, keinen Fortschritt. Herzlich Willkommen in nordkorea.

• Heizungsaustausch auch im Altbestand.

• Förderung auch kleiner Solarpanelen zum Beispiel auf Balkonen sowie des Baus von Solarparks und Windrädern durch Bürgergenossenschaften.

• Große Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen oder Rasenmäher müssen der Energieklasse A+++ entsprechen – und eine Mindestzahl an Nutzern aufweisen.

Absolutistischer Zwang zur Gemeinschaft: Gemeinsame Waschmaschine, gemeinsamer Kühlschrank, gemeinsamer Fernseher. Warum? KONTROLLE! Die Gemeinschaft kontrolliert sich gegenseitig und meldet Verstöße.

• Begrenzung des Mülls von Privathaushalten auf zehn Prozent des Wertes vor Einführung des Notstandsprogramms.

• Höchsttemperatur in Gebäuden von 20 Grad, Kühlung im Sommer nicht unter 26 Grad.

• Firmen, Haushalte und Gebäude müssen Emissionen um 12 Prozent jährlich reduzieren (70 Prozent in zehn Jahren).

6. Arbeit und Wirtschaft

• Eine „gesamtwirtschaftliche Rahmenplanung“ soll festlegen, welcher Konsum möglich ist, „um dann möglichst demokratisch über den gewünschten Mix zu entscheiden“.

Kommunistische Planwirtschaft. Der Staat bestimmt über Art und Umfang jedweder Produktion und legt den Bedarf der Menschen von oben fest, vom Löffel bis zum Schlüpfer.

• Diese Produktionsbereiche sollen weitgehend „zurückgefahren“ werden: Auto, Chemie, Fossile Energien, Holzabbau, Düngemittel, Metall und der Finanzsektor.

Hierzu muss man wirklich nichts mehr sagen.

• Alle Arbeitsplätze solle auf ihre Umweltverträglichkeit überprüft werden. Beschäftigte sollen umgeschult werden.

Der Staat entscheidet, welcher Beruf noch ausgeübt werden darf. Zwangsumschulung/Zwangsarbeit droht.

• Die Arbeitszeit soll auf maximal 25 Stunden begrenzt werden

Wenn man alles abschafft und stilllegt, muss natürlich auch niemand mehr arbeiten

• Bis zu einem Einkommen 25.000 sollen keine Steuern erhoben werden, danach soll der Steuersatz linear steigen.

• Die Mehrwertsteuer entfällt. Haupteinnahmequelle des Staates wird eine CO2-Besteuerung.

Auch hier finden wir den zentralistischen Staat wieder. Eine Abschaffung der Kommune zugunsten zentralistischer Wohnsysteme wird die Konsequenz sein. 

• 25 Prozent-Steuer auf Onlinekäufe.

• Verbot fluorierter Gase.

Das sollte man sich gut überlegen, denn ohne diese Gase gibt es derzeit werden Windräder noch Wärmepumpen, Stichwort: SF6.

• Verbot aller Einwegprodukte.

Gehen wir mal davon aus, dass Peukert hier Einwegverpackungen meint, ansonsten mag ich mir nicht im Entferntesten vorstellen, wie wir die Kotze anderer fressen, denn Lebensmittel sind immer Einwegprodukte.

• Verbot aller „nichtessenzieller Maschinen“. Darunter: Fahrstühle, Rolltreppen, Brotschneidemaschinen, Leuchtreklame. Es soll nur Aufzüge für Behinderte geben,„ sofern Strom aus Erneuerbarer Energie kommt“.

Hier nimmt die Idiotie des Herrn Peukert mal so richtig Anlauf. 

• Verbot von Werbedisplays an Straßen, Schaufenster werden nachts nicht beleuchtet.

Bei dem Wahn fällt um 18.00 Uhr eh der Hammer, da brauchen wir wahrscheinlich nicht einmal Straßenbeleuchtung und abgesehen davon muss man für kommunistische Einheitsprodukte eh nicht werben. Deutschland ist dann nach Nordkorea der zweite dunkle Fleck auf satellitenbildern.

• Staatliche Regulierung des Produktdesigns zur Maximierung der Lebensdauer.

Auch diesen Schwachsinn hatten wir schon mal. Das nannte sich in der DDR Planwirtschaft.

• Verbot von Müllexporten.

• Hersteller komplexer Produkte wie Autos, Handys müssen diese nach Gebrauch zurücknehmen, zerlegen und alle Rohstoffe entnehmen.

Grundsätzlich sollte das so sein, nur wird es keine Autos und Handys mehr geben.

• Privateigentum an Wasser, Land und Wald wird sehr stark eingeschränkt und reguliert.

Jegliches Privateigentum ist der grundsätzliche natürlich Feind einer ökofaschistischen Struktur. Privateigentum ist eine Freiheit, die es in jeder Form im Sinne der ökofaschistischen Ideologie zu bekämpfen gilt. Vergemeinschaftung ist die Devise. Der ökofaschistische Staat bestimmt, was man besitzen darf und bist Du brav und folgsam, darfst Du vielleicht eine Socke mehr besitzen, als ein anderer.

7.     Ernährung/Landwirtschaft: 

• Vorrang für regional anbaubare Produkte.

• Weitgehender Importstopp von Lebensmitteln.

Hier drohen Hunger und Mangelernährung. Das Land müsste zu nahezu 100 Prozent auf Agrarstaat umgestellt werden. 

• Zugang zu Lebensmitteln über ein „Punktebezugssystem“, um eine Basisversorgung und Gleichverteilung zu erreichen.

Auch hier komplette Gleichschaltung. Der Bedarf wird vom Staat festgelegt. Auch hier findet man - wie in allen vorhergehenden Punkten - klare Bezüge zur maoistischen Kulturrevolution, der im Übrigen Millionen Chinesen zum Opfer fielen.

• Verbot, Lebensmittel zu vernichten. Nicht benötigte Lebensmittel sind abzugeben und/oder kostenlos zu verteilen.

Da wird es nichts mehr zu vernichten oder zu verteilen geben.

• Verbot von Fleisch- und Wurstwaren-Verzehr oder Rationierung auf eine „geringe, maximale Quote/Kopf“.

Es wird einseitig, wichtige fleischeigene Stoffe müssen künstlich hergestellt und als Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Abgesehen davon ist das ein weiterer tiefer Einschnitt in die Selbstbestimmung der Menschen.

• Verbot der Massentierhaltung.

• Verringerung der Emissionen in der Landwirtschaft um 12 Prozent jährlich zu reduzieren (70 Prozent in zehn Jahren), 2035 auf Null.

Das ist ein Widerspruch an sich. Da Deutschland zum Agrarland umgestellt werden muss, muss hier eher mit einer Emissionserhöhung gerechnet werden.

• Verbot umweltschädlicher Düngemittel und Pestizide.

Da wir von der Agrarwirtschaft einseitig abhängig gemacht werden, können wir uns da schon auf die erste Hungersnot freuen, spätestens wenn der erste Kartoffelkäfer die Ernten schädigt.

• Neue Festlegung von Fisch-Fangquoten unabhängig von der Nachfrage. Verbot der Großfischerei.

Ok, die Weltmeere sind überfischt, insofern muss hier etwas gebremst werden, allerdings führt ein Verbot der Großfischerei mehr oder weniger zu einem Fischverbot.

• Mindestens 20 Prozent der Fläche Deutschlands werden zu Ökozonen, in denen es keinen versiegelten Boden, keine Straßen und auch keine Ortschaften geben darf.

Dieses würde zur Enteignung und Vernichtung ganzer Landstriche führen. Ganze Dörfer müssten zwangsumgesiedelt, vernichtet und zurück gebaut werden, dagegen wäre die Aufgabe von Lützerath ein Hobbyabriss.

8.     Finanzsektor 

• Derivate, Optionen und Futures werden nur zur Abdeckung von Risiken in der Realwirtschaft zugelassen.

• Jede Kreditvergabe wird „ökosozial“ ausgerichtet.

• Festlegung einer Mindesthaltedauer für Aktien, Anleihen und Währungen von einer Woche.

• Einführung einer Finanztransaktionssteuer.

• Beendigung der Geldschöpfung durch Banken zugunsten der Geldschöpfung durch den Staat (Vollgeldsystem).

• Finanzierung des sozial-ökologischen dritten Arbeitsmarktes über Geld der Zentralbank.

• Größenbegrenzung der Banken auf eine Bilanzsumme von 100 Milliarden Euro.

Um hier Äußerungen zu treffen, kenne ich mich mit Finanzwirtschaft zu wenig aus. Man kann allerdings herauslesen, dass es auch hier gegen jedweden monetären Privatbesitz geht. Geld nützt auch dann nicht mehr viel, wenn alles reglementiert und zugeteilt wird.

Soweit erst einmal die Pläne des Herrn Peukert.

Ich möchte aber auch nicht den Rest vorenthalten, ebenfalls aus dem Beitrag vom Busienessinsider und dem Interview mit Peukert:

Peukert und die neuen, besseren Menschen

„Eine Postwachstumsökonomie entlastet und entschleunigt und erfordert ein neues transzendentes Weltbild jenseits von individualegoistischem Konsum, Expansion und Geschwindigkeit“, schreibt Peukert. Die Beteiligten der „Letzten Generation“ sieht er als „Repräsentanten einer zukünftigen biosphärischen Lebensökonomie“. Diese neuen Menschen würden nicht nur Zerstörung unseres Planeten bekämpfen. Ihre Ziele könnten auch „zu einem sinnerfüllteren, kreativeren, solidarischeren, schöneren und glücklicheren Leben“ führen.

Nicht nur, dass Peukert von "Notstandsgesetzen" zur Umsetzung seine Thesen fabuliert, nein, er bedient sich auch der nationalsozialistischen Rhetorik vom "neuen Menschen". Ein Mensch erster Klasse der über allen anderen steht. Der neue Herrenmensch.

Und es geht weiter:

In einem begleitenden Interview mit OXI geht Peukert auch auf die Frage ein, ob seine Forderungen nicht in eine Ökodiktatur führen würden. Er entgegnet, es gebe Beispiele dafür, unter „halbwegs demokratischen Bedingungen die Fokussierung auf ein großes Ziel zu erreichen“. Peukert nennt die Kriegswirtschaft der Alliierten im Zweiten Weltkrieg, die Corona-Maßnahmen und auch die deutschen Notstandsgesetze, die in den 60-Jahren zu heftigen Protesten geführt hatten. Seine Vorschläge seien „kein logisch oder sachlich geschlossener Entwurf“ sondern ein Katalog von Einzelforderungen aus seiner Sicht als Wissenschaftler.

Peukert ist Mitglied bei „Scientist Rebellion“ und nach eigener Darstellung mit der „Letzten Generation“ im Gespräch. Seine Forderungen riefen heftige Reaktionen hervor, etwa der Ökonomen Jan Schnellenbach und Rudi Bachmann. Schnellenbach wirft Peukert ein „totalitäres Programm“ vor. Es zeige, dass Degrowth nicht mit Freiheit und Demokratie zu vereinbaren wäre.

Ende.



Deutschland, ich habe ein Problem mit Dir ...

Ganz ehrlich, liebes Deutschland, auch ich trage mich mit dem Gedanken, Dir den Rücken zu kehren und auszuwandern. Es wird sicherlich noch ein paar Jahre dauern, schließlich muss ich noch ein paar Tage arbeiten bis zur Rente, aber dann bin ich weg, wenn sich hier nicht langsam mal was zum Besseren ändert.

Ich bin in einer Diktatur groß geworden, hatte in der Kindheit und Jugend so einige Problemchen, weil ich weder bei den Pionieren noch in der FDJ sein durfte. Ich hatte auch nie eine sozialistische Jugendweihe. Letztendlich führte es auch dazu, dass ich trotz bester Leistungen nie auf die EOS (Gymnasium) durfte und auch nicht den Beruf lernen durfte, den ich mir alternativ ausgesucht hatte: Möbeltischler. Zwei haben also mehr oder weniger mein Leben bestimmt: Meine Mutter dadurch, dass sie entschied, dass ich "keine sozialistische Persönlichkeit" zu werden habe und der Staat, der sich an mir letztendlich dafür rächte, dass ich keine "sozialistische Persönlichkeit" wurde. 

Als kleine Rache dafür konnte sich meine Mutter meine von ihr geplante Konfirmation an die Backe nageln und mit 18 bin ich aus der Kirche ausgetreten. Das waren meine ersten Schritte zum "Freigeist". Meiner Mutter trage ich es heute nicht mehr nach, sie war letztendlich ebenso der Freigeist, der ich heute bin.

Als ich 24 Jahre alt war, kam die Wende und mit 25 der Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland. Im Gegensatz zu vielen anderen ehemaligen DDR-Bürgern hatte ich Glück, ich war nie "wendebedingt" arbeitslos. Arbeitslos war ich bisher in meinem gesamten Arbeitsleben schlappe elf Monate und ich arbeite seit meinem 16. Lebensjahr. 

Aber auch mir machte die Wende zu schaffen. Nicht, weil jetzt plötzlich die Diktatur weg war, sondern weil doch ein Stück Identität weg war und noch schlimmer: Weil man uns ehemaligen DDR-Bürgern erklärt hat, wir hätten 40 Jahre nur Scheiße gebaut und wären die Versager schlechthin. Im Osten lief nichts mehr und im Westen waren wir lange Zeit Bürger dritter Klasse, die man zudem mit Niedriglöhnen abspeisen durfte.

Ich habe schnell kapiert, dass das Problem die Spaltung der Gesellschaft ist: Wessi, Gastarbeiter, Ossi. Und jeder machte sein eigenes Ding und verstand den anderen nicht wirklich, weder auf gesellschaftlicher noch auf politischer Ebene. Wenn ich gefragt wurde, woher ich komme und mit Berlin antwortete, kam immer die Frage hinterher "Ost- oder Westberlin?", die ich dann nochmals mit Berlin beantwortete, denn für mich gab es nur noch ein Berlin und schon damals konnte ich diese Spalterei nicht ab. Diese nahm in den letzten 20 Jahren zunehmend ab und heute fragt keiner mehr "Ost oder West".

Umso mehr macht es mich wütend, dass eben die Spaltung der Gesellschaft wieder an Fahrt gewinnt. 

Die Einen hetzen gegen Ausländer und Flüchtlinge, die Anderen - nicht minder gefährlich - hetzen gegen Eigentum unter dem Deckmäntelchen des Klimawandels. Und beide wollen die Diktatur. Die Rechten schwärmen vom Deutschen Reich und die Grünen nebst ihrem extremistischen Dunstkreis wollen sowas wie eine ökomaoistische Diktatur.

Was mich besonders stört, ist eigentlich dieser damit einhergehende Neid, insbesondere bei den zuletzt Genannten.

Ich war nie reich. Es gab Zeiten, da blieben mir nach Abzug aller Fixkosten zwischen 50 und 100 Euro zum Leben. Selbst in dieser Zeit war ich nie neidisch auf die, die mehr hatten. Es war halt so und Neid ändert nichts, Neid macht verbittert. Heute ist das anders. Reich im statistischen Sinne bin ich immer noch nicht, aber ich bin schuldenfrei und verdiene für meine Verhältnisse gut und kann jeden Monat eine nicht unerhebliche Summe X auf die Seite legen. Ich kann mir leisten, mal ein langes Wochenende irgendwo in einem guten Hotel zu verbringen, ohne dabei großartig aufs Geld achten zu müssen. Die finanziell schlechten Zeiten hatten auch einen guten Effekt: Was Ausgaben angeht, konzentriert man sich auf das Wesentliche.

Neid? Klar, ich interessiere mich für Architektur und wenn ich dann eine schicke Hütte sehe, sage ich auch, dass mir das gefallen könnte. Das ist auch normal, aber ich neide es nicht dem Eigentümer und sage, dieses reiche Arschloch muss enteignet werden.

Diese links- und ökoextremistischen Sprüche wie "Euren Reichtum können wir uns nicht mehr leisten" oder "Das reiche 1% nimmt uns unser Leben" halte ich für pervertiert und faschistisch. Es ist nicht anderes als der rechte Slogan "Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg" - oder Ähnliches. Wir leben wieder in einer Gesellschaft, in der wir ständig Sündenböcke für unser eigenes Versagen brauchen und leider stoßen derartige Dinge im Volk auch immer wieder auf Gehör und Anklang. 

Eine kleine extremistische Minderheit möchte darüber bestimmen, was jeder besitzen darf und was nicht und fabuliert vom Ende des Kapitalismus. Alternativen dazu hatten wir in den letzten hundert Jahren genug und selbst in diesen gab es das eine Prozent und hat sich ohne jede Eigenleistung am Volk bereichert, ob es nun Kommunismus, Sozialismus, Maoismus hieß oder sich heute schlicht Nordkorea nennt.

Heute sind es die "Reichen" und morgen ist es der ganz normale Bürger, dem vorgeschrieben wird, ob er eine Waschmaschine, einen PC oder Fernseher besitzen darf oder ob er ein paar Tausender auf dem Konto haben darf, Stichworte: Vermögen soll begrenzt werden oder Vermögen muss vergesellschaftet werden. Nur: Wer bestimmt die Grenze? Was wird irgendwann eben jenes zu vergesellschaftende Vermögen sein? 

Was propagieren denn die links-ökoextremistischen Kreise?

1. keine privaten Autos; Rückbau von Straßen;

2. keine Eigenheime/Einfamilienhäuser;

3. kein Neubau von Gebäuden einschl. Wohnhäusern, sondern Aufteilung des bestehenden Wohnraumes auf alle; Rückbau von Gebäuden

4. nur noch ökologisch geprüfte Arbeit;

5. Zuweisung von Arbeit, Zwangsumschulungen, Zwangsarbeit;

6. Begrenzung jedes Vermögens;

7. Haushaltsgeräte nur noch zur gemeinschaftlichen Nutzung;

8. Flugverbote;

9. Einschränkung der individuellen Mobilität und der Reisefreiheit;

10. Fleischverbot;

11. Importverbot für Lebensmittel u. Güter des täglichen Bedarfs;

12. ausschließlich regionale Lebensmittel;

13. Rationierung aller Lebensmittel auf 2000 kcal/Tag;

14. Rationierung von Energie;

15. Zuweisung eines persönlichen CO2-Kontingents von 2t/Jahr/Person;

und der absolute Hammer: 

16. Verbot jeglicher Aufzüge und Rolltreppen.

und so weiter. All dies kann man nachlesen bei Prof. Dr. Helge Peukert, einem führenden deutschen Mitglied der Scientist Rebellion Bewegung, den sogenannten wissenschaftlichen Vordenkern der ökoextremistischen Bewegungen wie Letzte Generation oder Extinction Rebellion.

Während also all diese Dinge mit Sicherheit nichts zum Klimaschutz beitragen, schaffen sie eine jedoch eine ökofaschistische Diktatur, in der eine grüne Elite, vielleicht mit Unterstützung eines antidemokratischen außerparlamentarischen Gesellschaftsrates, bestimmt, was jeder Bürger darf und was nicht.

Was bedeutet das im Einzelnen? Nehmen wir Punkt 3 als Beispiel. In meiner 50qm-Zweiraum-Wohnung werde dann neben mir noch fünf andere wohnen.

Oder Punkt 4: Jede Arbeitsstelle soll auf ihren ökologischen Nutzen geprüft werden. Erfüllt sie die Vorgaben nicht, wird sie verboten und der Arbeitnehmer zwangsumgeschult. Sprich: Buchhalter X findet sich u. U. auf Acker Y als Landknecht wieder.

Punkte 11 und 12 besagen nichts weiter, als dass wir nur noch das essen dürfen, was ausschließlich in unserem Land produziert wird. Dagegen wird der Kohlrübenwinter 1916/17 vermutlich wie ein Kinderfest aussehen. Das bedeutet: Deutschland muss dann ein absoluter Agrarstaat werden.

Und nun komme ich zum Anfang zurück: Ich bin dieses Wahnes überdrüssig. Ich habe die Schnauze voll. Entweder kriegt sich dieses Land endlich ein und fängt an, faschistische Strukturen, aus welcher Coleur sie auch entspringen, zu zerschlagen oder ich wandere in ein Land aus, wo die Menschen noch klar im Kopf sind. 

Fakt ist eines: Ich werde mein selbst bestimmtes Leben sicherlich nicht an ein paar grün-ökoextremistische Vollidioten ausliefern, so wie ich es auch nie an andere mit diktatorischen Ideen ausliefern werde.

Solange ich lebe, werde ich für Demokratie, Freiheit und Selbstbestimmung der Menschen eintreten und kämpfen und denen, die solche Gedanken hegen ins Gesicht sagen, was sie sind: Faschisten.


07.05.2023

Das Ende des Kapitalismus - Ein Resümee zu Ulrike Herrmanns Thesen

Darüber, dass wir etwas gegen die Erderwärmung tun müssen, sind wir uns im Allgemeinen einig. Zwar steht die Frage im Raum, ob es Sinn ergibt oder ob es eine bereits feststehende Sache ist, die nicht beeinflusst werden kann. Fest steht, die Erde macht letztendlich ihr eigenes Ding.
Dennoch: Versuchen kann man es.

Das ist das Eine.
Das Andere ist, dass es schon lange nicht mehr um die Abschwächung des Klimawandels und seiner Auswirkungen alleine geht, sondern um die Abschaffung unserer bisher geltenden Gesellschaftsordnung. Radikal vor Demokratie - so scheint der Plan. Jeder Angriff auf Vermögen scheint legitimiert, die Parole lautet: "Wir können uns Euren Reichtum nicht mehr leisten.".

Sicherlich: Es gibt ein paar Superreiche und ja, diese leben weitgehend auf Kosten des Restes der Weltgemeinschaft und ob die wirklich riesige Villen, Yachten, Flugzeuge etc. benötigen, sei dahin gestellt. Sicherlich nicht und in der Regel hält sich da bei uns auch das Mitleid in Grenzen.

Dennoch sollte sich jede und jeder von uns darüber im Klaren sein, dass es schon längst nicht mehr nur um die Superreichen geht. Es geht um uns. Es geht um uns alle. Was heute die Superreichen sind, sind morgen die Reichen und übermorgen wir, denn es geht um Vergesellschaftung, Kontingente und Rationierungen. Es geht um Enteignung und Zuteilung. Es geht darum, dass der Staat vorgibt, was produziert wird, was jeder besitzt, was und wieviel jeder konsumiert, isst und wie man wohnt.

Es geht um die Errichtung einer mehr oder weniger ökologisch ausgerichteten neokommunistischen oder gar neomaoistischen Gesellschaft und wer das nicht glaubt, kann sich gerne mal mit Ulrike Herrmann beschäftigen, einer TAZ-Journalistin, die gerade durch nahezu alle Talkshows vagabundiert - von Lanz bis zu Maischberger. Die Dame ist Mitglied von Bündnis90/Die Grünen (allerdings mit ruhender Mitgliedschaft) und hat gerade ein Buch herausgebracht mit dem Namen "Das Ende des Kapitalismus", in dem sie genau diese Thesen vertritt und als unumgänglich befürwortet.

Ihre Thesen basieren auf der Theorie einer schrumpfenden, allein am Klima ausgerichteten Wirtschaft. Sie beschreibt es selbst mit der Abschaffung des kapitalistischen Wachstums hin zu einer ökologischen Kreislaufwirtschaft. Allumfassendes Recycling, Neues nur als Ersatz für Bestehendes. So soll alles nach ihrer These auf die Energievorkommen ausgerichtet werden, die durch erneuerbare Energien geschaffen werden könnten und sie kommt dabei genau an dem Punkt an, der vom grünen Klientel eigentlich immer bestritten wird: Die mit erneuerbaren Energien geschaffenen Potentiale werden für den gesamten erforderlichen Bedarf nicht mehr ausreichen, weshalb die Wirtschaft drastisch schrumpfen muss und der Kapitalismus damit obsolet wäre. 

Wenn es also nach den Thesen von Ulrike Herrmann geht, würde der Staat vorgeben, was und wie viel produziert würde. Ebenso würde vom Staat Konsumgüter aller Art vom Möbelstück bis zum Schlüpfer rationiert, Energie (die ausschließlich nur noch über Strom vorhanden wäre) würde rationiert, aber auch Essen und Wohnraum. Private Autos werden verboten, genauso generell Flüge, aber auch das Bahn fahren würde drastisch eingeschränkt und rationiert. Fleisch würde es defacto nicht mehr geben.

Nun ist die Autorin aber immer noch der Ansicht, dass all dies mit demokratischen Mitteln zu regeln ginge und führt als Beispiel die britische Kriegswirtschaft von 1939 bis 1954 als adäquates Beispiel für eine zügige Transformation einer Wachstumswirtschaft in eine aus Rationierung ausgerichtete Planwirtschaft an.

Was sie schon einmal bei der Frage der demokratischen Umsetzung ihrer Thesen vergisst, ist die Tatsache, dass eben jene britische Kriegswirtschaft nicht auf demokratischer Basis funktionierte, sondern auf Basis des Kriegsrechts.

Was Frau Herrmann auch nicht anspricht, ist die Tatsache, dass einer drastischen Planwirtschaft ihrer Vorstellung, nicht nur Konsum, Wohnen und Mobilität der Planung und Rationierung anheim fallen, sondern die Arbeit selbst auch. So muss man sich selbst bei wohlwollender Interpretation ihrer Thesen darüber im Klaren sein, dass niemand mehr den Beruf ausüben wird, der in der Vorstellung gewünscht ist, denn wer was tun wird, wird auch der Staat entscheiden oder wer immer sich dann herausnimmt, diese Entscheidungen zu treffen. Der Banker von heute ist morgen Steckrübensetzer oder Schraubendreher in der vielleicht noch übriggebliebenen Industrie. Fakt ist, dass es keine Privatwirtschaft mehr geben wird, auch wenn Frau Herrmann meint, das wäre die Basis ihrer These: Eine Privatwirtschaft, welche die Planvorgaben des Staates erfüllt. Nur wird das nicht funktionieren, wenn man sich einmal vor Augen führt, was denn Menschen dazu bewegt, sich selbstständig zu machen. Man möchte am Ende mehr in der Kasse haben, als man ausgegeben hat, aber die Kasse selbst - sprich das Bankwesen - wird es auch nicht mehr geben.

Der nächste Unterschied zur Kriegswirtschaft ist die Tatsache, dass diese in der Regel zeitlich begrenzt und absehbar ist, während die geplante antikapitalistische wachstumsbeendende Transformation etwas Dauerhaftes, ja Ewiges werden soll.

Einen Aspekt spricht die Autorin zumindest in ihren Leserunden und in den Talkshow überhaupt nicht an: Die vollständige Enteignung der Menschen. 
Damit ihre These funktioniert, muss es neben der Transformation des Wachstumssystems des Kapitalismus zur Kreislaufwirtschaft eine vollständige Enteignung mit einer kompletten Neuverteilung des Besitzes geben und zwar nicht nur bei den Superreichen und Reichen, sondern bis runter zum Ärmsten und das heruntergebrochen bis zur Tasse oder Löffel und Gabel, denn damit diese These überhaupt funktionieren könnte, sind identische Ausgangsbedingungen für alle erforderlich. Man muss das Volk auf Null setzen. Reboot. Nach dem Schrumpfen kommt die Stagnation. Wachstum oder vielmehr Fortschritt gibt es nur noch, wenn eine weitere klimaneutrale Energieressource aufgetan würde, die es den Menschen erlaubt, wieder mehr zu konsumieren.

Das Problem ist, dass es durch diese gesellschaftliche und wirtschaftliche Stagnation keinen Fortschritt mehr geben wird, zum Einen, weil für Forschung und Entwicklung keine energetischen Ressourcen zur Verfügung stehen werden und zum Anderen, weil Stagnation eine stetige Lethargie hervorruft. Wenn der Mensch nichts mehr davon hat, dass er denkt und entwickelt, weil es sich für ihn nicht mehr lohnt, dann wird es das auch nicht mehr geben. Unter dem Strich reicht dann auch eine Grundbildung, bildungsformen wie Abitur oder Studium sind nicht mehr erforderlich. Wozu soll der Mensch dann noch lernen?

Fakt ist: Es wird kein schönes Leben. Das, was uns heute auszeichnet, wird es dann nicht mehr geben. Die Völker werden wieder unter sich bleiben, denn Flüge und Reisen wird es nicht mehr geben. Jeder hat das Gleiche, wohin man auch geht. Der Staat oder eine Ökooligarchie bestimmt, was geht anhand von eher fragwürdigen Zahlen und Werten. Es steht uns, verwirklicht man diese Thesen (und Ulrike Herrmann ist ja nicht die Einzige), ein Leben ohne Anreiz und Selbstbestimmung bevor und das ist noch gefährlicher als der Klimawandel. Stagnation fördert Frust und Frust ist für eine Gesellschaft immer gefährlich.

Das Problem heute ist, dass Ulrike Herrmann ihre Thesen überall nahezu unhinterfragt verbreiten kann, was eigentlich vermuten lässt, dass zumindest die Grundidee in der Gesellschaft schon Fuß gefasst hat. Es ist schon sehr bedenklich, dass man offensichtlich kein Problem damit hat, freiheitliche Grundwerte nahezu komplett aufzugeben, um eine Sache verhindern zu wollen, wo niemand wirklich weiß, ob es überhaupt zu verhindern geht oder ob die panikbasierten Modellrechnungen, die man uns immer so nett präsentiert überhaupt zutreffend sind. 

23.04.2023

Letzte Generation: Der Schrei nach Liebe

Wir merken alle, daß wir mit dem Klima ein Problem haben. Oftmals Streitpunkt ist dabei, ob der sogenannte Klimawandel von Menschenhand gemacht ist oder nicht. Einigen wir uns vielleicht erst einmal darauf, daß wir es mit zwei Komponenten zu tun haben und daß neben dem von uns gemachten Klimawandel auch durchaus natürliche Komponenten in Betracht gezogen werden müssen, die wir schwerlich beeinflussen können. Tatsache ist dennoch in der Summe: Unschuldig sind wir Menschen nicht.

Klimawandel gab es schon vor Milliarden von Jahren und die Erde ist gut vier Milliarden Jahre alt. Diverse Klimawandel haben seit dieser Zeit Leben geschaffen, aber auch Existenzen wieder beendet. Fakt ist, daß es diese Klimaänderungen waren, die erst das Leben auf der Erde generell und unsere menschliche Existenz im Speziellen möglich machten.

Hier, an dieser Stelle, muß man sich eigentlich erst einmal mit Begriffen wie Eiszeit oder Kältezeit befassen. 

Fälschlicherweise bezeichnet man immer die Zeit vor rund 20.000 Jahren als Eiszeit, tatsächlich befinden wir uns heute noch in der Eiszeit, denn als Eiszeit gilt die Zeit, in der mindestens ein Pol vergletschert ist und das ist derzeit bei beiden Polen der Fall. Wir leben derzeit in einer interglazialen Warmzeit innerhalb des Eiszeitalters und das seit mehr als 10.000 Jahren, in denen auch ohne unser Zutun regelmäßig klimatische Wandel erfolgten. 

Nun muß man ernsthaft gestehen, daß die Menschheit in den letzten 2000 Jahren reichlich Schindluder mit der Erde und der Natur getrieben hat. Unsere Intelligenz war gleichzeitig auch unsere Dummheit. War vor 2000 und mehr Jahren die Erde noch weitgehend bewaldet, so ist das heute nur noch zu rund 31 Prozent der Fall. Inseln wie Irland oder Großbritannien zum Beispiel bedeckten einst weite dichte Wälder, heute kann man dort die Wälder suchen. Sie wurden abgeholzt für Ackerland und Weideflächen, aber auch als Ressource für den Bau, als Energiequelle und vieles mehr. Den Fehler begehen wir bis heute, zum Beispiel in den Regenwäldern. So verschwinden pro Minute knapp 40 Fußballfelder Regenwald, was rund 42000 Hektar pro Tag entspricht.  Aufforstung geschieht in der Regel unter rein wirtschaftlichen Aspekten. 

Wälder müssen nutzbar sein, allerdings sind die Baumarten, die für uns den Nutzwald darstellen, in der Regel nicht die Sorten, welche die Natur im Sinne des Klimaschutzes benötigt. Das Klima benötigt großblättrige Pflanzen und Bäume, um mittels Photosynthese Kohlendioxid (CO²) in Sauerstoff (O) umzuwandeln. Eine ausgewachsene Buche kann pro Jahr 12 kg CO² absorbieren. Damit eine Buche also eine Tonne CO² bindet und umwandelt, muß sie rund 100 Jahre alt werden. Tote und gefällte Bäume geben im Übrigen das gebundene Kohlendioxid wieder ab. Um also Bäume wirtschaftlich nutzen zu können, benötigen wir theoretisch für jeder abgeholzten Baum mindestens zwei neue Bäume. Warum? Ein Baum, der das freigesetzte CO² des gefällten oder toten Baumes kompensiert und ein Baum, der die Arbeit des gefällten oder toten Baumes übernimmt. Damit wäre man aber nur in Parität. Will man jedoch darüber hinaus CO² binden, benötigt man mehr als zwei Bäume Ersatz, je mehr um so besser.

Zurück zum eigentlichen Thema: Die letzte Generation (LG).

Grundsätzlich haben sie nicht unrecht, wenn die Aktivisten der LG mehr Aktionismus in Sachen Umwelt- und Klimaschutz einfordern – von uns, der Gesellschaft und natürlich auch von der Politik. Wenn der Mensch etwas gut kann, dann ist es das Ignorieren und das Aussitzen von Problemen.

Das Problem ist die Glaubwürdigkeit der LG. Sie kommen eher als verwirrte und hochgradig aggressive Weltuntergangssekte in der Gesellschaft an, die nur darauf aus ist, mit nervenden und nötigenden Aktionen ihre Religion unter das Volk zu bringen. Sie benehmen sich wie evangelikale Gruppierungen, die in den USA vor Abtreibungskliniken hysterisch demonstrieren und Frauen daran hindern, in diese hineinzugehen. Eine Argumentation wird immer dann unglaubwürdig, wenn sie von Hysterie und Fundamentalismus getragen wird und Fundamentalismus läßt nie die offene Diskussion als adäquates demokratisches Mittel der Auseinandersetzung zu.

Die Aktivisten der LG haben alles einstudiert. In Talkshows, Interviews oder eigenen Videostatements der Aktivisten werden stets und ausschließlich die gleichen Dinge gesagt, Abweichungen gibt es kaum und somit auf konkrete Fragen keine Antworten. Es ist ein nahezu religiöser Sermon, der preisgegeben wird – Hinterfragen unerwünscht. Lieblingssatz:

„Wir sitzen hier, weil wir die letzte Generation vor den Kipppunkten sind.“

Danach werden meist die Kinder aktiviert, die künftig in einer ganz schlimmen Welt aufwachsen werden und nahezu hysterisch wirkende Mütter kommen zu Wort. Es sind immer die gleichen Abläufe.

Die Ziele der LG wirken bis dato einfach und überschaubar. Es begann vor ca. drei Jahren mit Klebeaktionen gegen das Wegwerfen von Lebensmitteln. Sicherlich auch ein brauchbares Ziel, von dem kamen sie dann aber recht zügig wieder ab. Danach ging es direkt in die klimapolitischen Themen und seit gut einem Jahr gibt es in der Summe nur zwei Forderungen:

1. Die dauerhafte Einführung des Neun-Euro-Tickets;

2. Einführung eine Tempolimits von 100 km/h auf deutschen Autobahnen.

Beide Forderungen bringen nun die Welt nicht aus dem Konzept und haben auch sicherlich ihre Berechtigung. 

Niemand muß mit 200 km/h oder mehr über die Autobahn feuern und tatsächlich: In anderen anderen Staaten der Welt funktioniert es mit dem Tempolimit auch. Eigentlich besteht die akute Frage nur darin, wo das Tempolimit angesiedelt wird. Das es mittelfristig kommen wird, ist eigentlich klar. Die Frage letztendlich ist, ob wir uns mit den von LG geforderten 100 km/h defacto lahmlegen lassen, oder ob wir nicht wenigstens auf mindestens 130 km/h oder besser 140 km/h wie in Polen gehen. Der Unterschied zu Tempo 100 im CO²-Ausstoß ist so gering, daß er durch den höheren Zeitraum auf einer Strecke ad absurdum geführt würde.

Das Neun-Euro-Ticket hingegen ist nicht finanzierbar. Noch nicht. Eingeführt wird hingegen bundesweit das 49-Euro-Ticket mit bundesweiter Gültigkeit und das kostet (dafür, daß es bundesweit gilt) nur halb oder zwei Drittel so viel, wie eine regional begrenzte Monatskarte.

Bei der Forderung nach einem bundesweit gültigem 9-Euro-Ticket vergißt LG regelmäßig, daß sich der ÖPNV generell im kostenintensiven Wandel befindet. Ausbau und Flottenumstellung auf CO²-neutrale Fahrzeuge kosten die einzelnen Verkehrsgesellschaften und Verkehrsverbünde viel Geld, Innovationen und Investitionen, sollen sie mittelfristig zumindest einen meßbaren Teil des individuellen Personenkraftverkehrs ersetzen. Die Betriebe müssen zudem Löhne bezahlen, Fahrzeuge und Strecken warten, Störungen beseitigen und werden dabei noch von Bund, Ländern, Städten und Gemeinden mit Steuergeldern bezuschußt, weil die Finanzen im Vergleich zu den anstehenden Aufgaben und Anforderungen hinten und vorne nicht reichen und daß bei dem derzeitigen Level des Ausbaus.

Gut gemeint, zu kurz gedacht.

Die neueste Forderung der LG-Aktivisten ist die Forderung nach der Einrichtung eines sogenannten Gesellschaftsrates, als Bestandteil der Gesetzgebung.

Dieser soll aus Wissenschaftlern und Experten so wie aus Bürgern bestehen. Die Bürger würden durch ein Losverfahren bestimmt. Die Beschlüsse des Gesellschaftsrates sollen dann, so das Ansinnen der LG, gesetzlich verpflichtend eins zu eins durch die Regierung umgesetzt werden. Die Zustimmung des Bundestages wäre verpflichtend, sprich: Eine parlamentarische u.a. kritische Erarbeitung der Gesetzentwürfe soll es nicht wirklich geben. Der Gesellschaftrat sagt an, das Parlament winkt durch, die Regierung setzt um. Auch wenn die Sache mit dem Gesellschaftsrat so erst einmal nach außen demokratisch erscheint, wird hier dennoch die im Grundgesetz verankerte parlamentarische Demokratie angegriffen, frei nach dem Motto: Entscheidet Ihr nicht so, wie wir wollen, dann wird Euch eben das Entscheidungsrecht entzogen. 

Die LG stellt zu dem nicht klar, wie die Experten und Wissenschaftler ausgesucht werden, die den Gesellschaftsrat mit ihrer Person und Expertise befüllen sollen. Wie wird sichergestellt, daß allein in diesem Personenkreis ein am Ende ausgewogenes paritätisches Ergebnis möglich ist? Wie kann in der Aufarbeitung das Pro und Contra Gewicht und Einzug finden?

Auch bei dem Losverfahren bezüglich der Bürgerbeteiligung stellt LG klar, daß zwar gelost, aber dennoch offensichtlich ausgesucht wird.

Zitat:

Der von uns geforderte Gesellschaftsrat baut auf dem Instrument des Bürger:innenrates auf. Er setzt sich zusammen aus zufällig gelosten Menschen, die die Bevölkerung Deutschlands nach Kriterien wie Alter, Geschlecht, Bildungsabschluß und Migrationshintergrund bestmöglich abbilden. 

(Quelle: http://www.letztegeneration.de/gesellschaftsrat)

Die genannten Kriterien zeigen deutlich, daß hier doch eine gezielte Auswahl erfolgen soll, zu der im Übrigen Erhebungen notwendig sind, die weit über die Wähler- und Personenstandsdaten hinausgehen. Es wird also nicht, wie behauptet, ein Schnitt des Bürgerspektrums gesucht, sondern es ist klar eine Auswahl angedacht, die am gewünschten Ziel orientiert.

Eine weitere Frage, die sich im Zusammenhang mit der Errichtung eines Gesellschaftsrates ergibt, ist eben auch jene nach der Kontrolle desselben. Da der Gesellschaftsrat defacto außerparlamentarisch und dem Parlament übergeordnet agieren soll, kommt eine parlamentarische Kontrolle schon einmal nicht in Frage. Wem also legt der Gesellschaftsrat über sein Handeln und Tun und seine Ausgaben Rechenschaft ab?

Auch hierzu findet sich nichts auf der oben als Quelle angeführten Webseite der LG.

Die Webseite sagt eigentlich nur eines: Ihr entscheidet nicht so, wie wir es wollen, also werden wir Euch entmachten.

Mit anderen Worten und stark vereinfacht findet hier ein massiver Angriff auf unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung und unsere parlamentarische Demokratie statt, in der das Parlament als Legislative die alleinig gesetzgebende Institution ist.

Ein weiterer Angriff erfolgt auf unsere Gesellschaftsordnung. Nun kann man über Kapitalismus und Marktwirtschaft denken, was man will, aber es ist immer noch die Gesellschaftsform, in der jeder zumindest die theoretische Möglichkeit hat, sich frei zu entfalten und das Leben außerhalb politischer Indoktrination und Zwänge frei zu gestalten. Sicherlich gibt es auch hier erhebliche Defizite und es ist nicht alles Gold, was glänzt. Dennoch: Im Gegensatz zu kommunistischen, sozialistischen, maoistischen oder nationalsozialistischen planwirtschaftlich orientierten Diktaturen, ist der Kapitalismus eine vergleichsweise freie Gesellschaftsordnung.

Ziel der LG, erst am 22. April 2023 durch Angriffe auf Nobelboutiquen kundgetan, ist die Enteignung der vermeintlich Reichen unter dem Motto „Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten“.

Nun ist es seit Tausenden von Jahren gesellschaftliche Tradition, sich Menschen und ganze Menschengruppen auszusuchen, denen man die Verantwortung für alles Elend, Unwetter, Dürren, Katastrophen und die eigenen Unzulänglichkeiten geben kann. Auch hier bewegt die LG ganz im Duktus pseudoreligiöser Eiferer. 

Warum sind Menschen reich? In der Regel sind die reichen Menschen pfiffiger als andere. Pfiffiger, nicht intelligenter. Die einen hatten Ideen, die sie gewinnbringend auf den Markt brachten, die anderen wissen, wie man sich das Bankwesen vorteilhaft zunutze macht und dann gibt es noch die, die sich einfach reichgeerbt haben, weil sie pfiffige Eltern hatten. Reiche haben sich schon immer Neid und Zorn derer eingehandelt, die weniger hatten. Während der französischen Revolution rollten gar die Köpfe, geholfen hat es aber nichts.

Aber natürlich kann man über den Reichtum anderer immer trefflich philosophieren, aber dabei sollte man eines nicht vergessen: Reiche bringen auch Arbeit und damit Lebensunterhalt für andere Menschen. 

Braucht ein Reicher einen Learjet? Nein, sicherlich nicht. Braucht ein russischer Oligarch eine Megayacht? Nein, braucht er nicht. 

Andererseits: Brauche ich einen PC, einen Laptop und ein Tablet? Nein, brauche ich nicht. Aber ich interessiere mich dafür, ich habe jeweils unterschiedliche Verwendungszwecke und ich konnte es mir nach Jahren der Enthaltsamkeit leisten. Ich konnte zudem problemlos in den letzten Jahren ein paar Tausender auf die hohe Kante sparen. 

Bin ich reich? Ansichtssache. Ich kann mir derzeit allein über meinen Lohn Dinge leisten, die ich mir vor Jahren noch nicht leisten konnte. Mit der monetären Leistungssteigerung bin ich auch ein Stück weit freier geworden. Bin ich neidisch auf Megareiche? Nein, nicht wirklich, wobei mich so ein nettes 500-Quadratmeter-Haus mit Meerblick schon reizen würde, wenn auch nicht aus monetären Gründen, sondern eher, weil ich mich für Architektur interessiere.

Und genau hier kommen wir zu dem Punkt, wo den Reichen vorgeworfen wird, sie würden auf Kosten der Gesellschaft leben – insbesondere im Bereich der CO²-Emissionen. Sicherlich spielen hier Learjet und Yacht eine Rolle, aber was die Gebäude anbelangt, sind die Reichen oftmals Vorreiter in Fragen modernen Technologien, schon weil sie den oftmals den Anspruch haben, technologisch auf dem neuesten Stand zu sein.

Die Reichen fördern die Entwicklung neuer Technologien. Wieviel Geld würden z.B. Universitäten weltweit verlieren, wenn es keine reichen Mäzene mehr gebe? Wieviel weniger begüterte Studierende müßten auf Stipendien verzichten und könnten somit gar nicht studieren? Wieviel Bildungsprojekte in Drittweltländern müßten aufgegeben werden, wenn es keine reichen Förderer mehr gäbe?

Hier zu sagen, wir können uns keine Reichen mehr leisten, ist dann doch etwas zu kurz gedacht.

Was ist also reich? Wo fängt reich an und wo hört es auf? Heute sind es die Milliardäre, morgen sind es die Millionäre und übermorgen werden die enteignet, die sich ein paar Tausender von ihrem Lohn angespart haben. Alle Grenzen sind nach unten offen und genau das ist in der Summe das ideologische Problem, daß hinter dem Neid steckt.

Der große Traum, all derer, die diese Neiddebatte führen und stetig aufrechterhalten, daß es kein Reichen mehr gäbe und daß alle das Gleiche besitzen würden, kann und wird nie verwirklicht werden können. Es wird immer Menschen geben die mehr haben als andere. Diese Neiddebatte basiert auf einem Irrglauben. Das macht die Neiddebatte und die dazugehörigen Handlungen zu einem propagandistischen Fehltritt. Derartige Ideen enden stets in Diktatur und Unfreiheit und das kann nicht Ziel der Menschheit sein.

Es stellt sich also die Frage, wohin die Reise der LG geht. Selbst die Frage, was passieren würde, wenn alle Forderungen eins zu eins erfüllt würden, bleibt seitens LG unbeantwortet.

Zum Abschluß kommen wir noch auf das Selbstverständnis der LG, stets friedlichen gewaltfreien Protest auszuüben. Ist dem so? Einfache Antwort: NEIN!

Sicherlich üben sie derzeit keine körperliche Gewalt aus, aber dennoch wird ihnen regelmäßig von den Gerichten der Straftatbestand der Nötigung etc. ins Tagebuch geschrieben. Nötigung ist eine Handlungsform der Gewalt. Auch Sachbeschädigungen sind eine Handlungsform der Gewalt. Die LG agiert somit alles andere als gewaltfrei. 

Zudem sind sie extremistisch und fundamentalistisch, weil sie neben ihren eigenen Pseudoargumenten keine anderen Argumente zulassen. Eine Kompromissbereitschaft gibt es nicht. Sie beanspruchen ihre Sicht der Dinge als Alleinstellungsmerkmal und das macht sie mehr als gefährlich.

Dabei stört es sie auch reichlich wenig, daß sie als Gruppe im Handeln und Tun von rund 90 Prozent der Gesellschaft abgelehnt werden. Sie, die 10 Prozent (inkl. Unterstützende) sind im Recht und die ablehnenden 90 Prozent im Unrecht und damit sehen sie auch keine Veranlassung, ihr Handeln zu überdenken. 

21.03.2023

Warum grüne Ideologie zu einer totalitären Diktatur führen wird …

 1. Eine Begriffsklärung

Allem voran gestellt muss es zuerst eine Begriffsklärung geben. Unter grüner Ideologie versteht der Autor nicht den Umwelt- und Naturschutz im Allgemeinen. Dieser ist immer wichtig und richtig. 

Unter grüner Ideologie wird im folgenden viel mehr das Thema Klimawandel abgearbeitet und die ideologischen Fragen und Probleme, die grün-ökologische Kreise bishin zu ihren fundamentalistisch-extremistischen Nebenpropagandisten hervorbringen und hervorbringen werden und deren Ziel, alles und jeden einer klimabasierten Doktrin zu unterwerfen.

2. Die Geschichte der ökologischen Bewegungen

Die Geschichte der ökologischen Bewegungen findet ihre Basis historisch in rechts-konservativen völkischen Kreisen und ist eines der Gegenkonzepte zur Industrialisierung im 19. Jahrhundert.

Die Ökologie als Ideologie ist seither eher fortschrittsfeindlich ausgerichtet, was durchaus bis heute spürbar ist. Selbst im Gründungsprozess der heutigen Grünen als politische Partei konnte man alteingesessene Nazis wie Baldur Springmann, Herbert Gruhl, Werner Vogel oder August Haußleiter antreffen. Auch traf man auf Mitglieder aus dem theosophisch-esoterischen Spektrum oder auch linksextremistische Personen aus dem RAF-Umfeld. Neben damals nicht unerheblichen parteiinternen Streitigkeiten, fanden sich auch viele gemeinsame Ansätze, insbesondere in der Anti-Atomkraft-Bewegung, aber auch in der Etablierung biologischer Landwirtschaft.

Eines hat sich jedoch in den letzten 150 Jahren deutlich herauskristallisiert: Die ökologische Bewegung verfolgt ihre Pläne kompromisslos, nahezu mit religiösem Eifer.

3. IPCC – Der Weltklimarat

Der Klimawandel wird in diesen Kreisen mit zunehmender Tendenz und Verbreitung mit nahezu religiösem Ansatz und extremistischem Eifer verfolgt. Wer dem Klimawandel nicht die in diesen Kreisen gehandelte Aufmerksamkeit oder Eiligkeit beimißt, wird schnell als Leugner dargestellt und einer härestischen Blasphemie beschuldigt. Zweifel am Klimawandel oder an den von den Ökologen festgelegten Gegenmitteln wird in den Kreisen wie Gottestlästerung gehandelt. Religiöser Mittelpunkt und Einpeitscher ist der 1988 in Leben gerufene  Intergovernmental Panel on Climate Change IPCC, auch als Weltklimarat bezeichnet. Die Sachstandsberichte (auch Weltklimaberichte genannt) sowie die diversen „Sonderberichte“ dieses von der UNO geförderten Rates sind in der Regel bis zu ihrer Veröffentlichung geheim, was nur aus einem Grund einen Sinn ergibt: Man will vor der Veröffentlichung keine Gegenargumente oder kritische Erkenntnisse dulden, wo man vielleicht verpflichtet wäre, diese in den Berichten mit zu berücksichtigen. 

4. Der Kreuzzug der Kinder

Schnell hat man für die Verbreitung der IPCC-Doktrin auch kleine Helferlein gefunden und wie jede eher zweifelhafte Ideologie macht man sich diese allumfänglich zunutze: Die Kinder und die Jugend.

Wie jede Ideologie hat auch die politische Ökologie schnell erkannt, dass man Kinder und Jugendliche gut beeinflussen und indoktrinieren kann, man muss ihnen nur lange genug bestimmte Dinge einreden. In diesem Falle ist es die Aussage, dass die Kinder und Jugendlichen von heute morgen keine Zukunft haben werden. Und wie bei jeder zweifelhaften Ideologie wird auch hier mit Lügen und Hetze gearbeitet.

5. Die Alten nehmen Euch die Zukunft weg

„Die Alten nehmen Euch die Zukunft weg.“. Die Kinder und Jugendlichen glauben das, untermalt von gepflegter Hysterie und Panikmacherei, so wie sie einst glaubten, sie müssten das heilige Land von den Arabern befreien (Anm.: Kreuzzug der Kinder).

Das nichts von dem stimmt, womit man sie aufhetzt, realisieren die wenigsten davon. Wie sollten Sie auch, wenn sie tagtäglich mit diesen Aussagen indoktriniert werden und auch selbst noch gar nicht über Mittel, Wege und Wissen verfügen, sich selbst ein Bild von diesen dingen zu machen. Und so ist es heute wieder wie es immer war: Die Einpeitscher feiern ihre Erfolge und die kinder und Jugendlichen werden für fragwürdige Ziele mißbraucht.

Die Wahrheit hingegen ist, dass die heutige Welt weitaus schlimmer dran wäre, wenn die vorhergehenden Generationen nicht eingeriffen hätten. Die Aussage, diese Generationen hätten nicht gehandelt, ist schlichtweg falsch und letztendlich eine ganz gezielte Lüge zum Zwecke der Schuldzuweisung. Das macht die Sache perfide und zur Hetze.

Gerade die Eltern- und Großelterngenerationen dieser Kinder hat in Sachen Umweltschutz, Treibhauseffekt und Luftreinhaltung mehr getan, als je zu vor und je danach. Noch bis in die Neuziger des letzten Jahrhunderts konnte man in Städten wie Berlin die Luft schneiden, dagegen ist Berlin heute eine irische Sommerwiese. Das Gleiche gilt für Industrieregionen, wie dem Ruhrgebiet im Westen oder vergelichbaren Regionen im Osten Deutschlands wie Bitterfeld, Espenheim, Schwarze Pumpe, Boxberg, Schwedt oder Eisenhüttenstadt. Kohleheizungen waren bis in die Neunziger populär und in Betrieb. Fahrzeuge hatten keinerlei Katalysatoren. Wind- und Solarenergie gab es nicht. Die gesamte Energiegewinnung fand nahezu vollständig über Stein- und Braunkohle statt. Als sauberste Form der Energiegewinnung galt die Atomkraft. Es gab ein riesiges Ozonloch, die Wälder waren vom sauren Regen erschöpft. Die deutschen Flüsse waren mehr oder weniger tot, weil die Industrie alles ungefiltert einfließen ließ.

Gerade in der CO²-relevanten Zeit seit 1990 hat sich besonders viel getan, aber es gab seit den Achtzigern auch noch andere Prioritäten, die es zu meistern galt. Dennoch: Zu keiner Zeit wurden mehr Windräder und Solaranlagen aufgebaut oder Maßnahmen zur Luftreinhaltung ergriffen, z.B. Katalysatoren für Fahrzeuge und Filter für Industrieanlagen. Ganze Industriestandorte wurden zugunsten der Umwelt stillgelegt. Das Ozonloch wurde gestopft, weil FCKW verboten wurde. Die Flüsse und ihre Läufe wurden regenieriert.

Tatsächlich lag die CO²-Emission im Jahr 2021 36 Prozent unter dem Wert von 1990 und 42 Prozent unter dem Wert von 1980. Ein weiterer Fakt ist, dass es im Vergleich zu 1990 derzeit 18 Millionen private PKW mehr gibt und trotzdem ist der Anteil der CO²-Emissionen der PKW gesunken im Vergleich zu 1990, ein Beweis dafür, dass das Kfz offensichtlich gar nicht das Problem ist, denn defacto stoßen die 30 Millionen PKW (Stand 1990) weniger aus und die zusätzlichen 18 Millionen Pkw (Stand 2022 48 Mio. Pkw) fahren CO²-neutral.

Grob gerechnet wurde seit 1990 durch eben jene Generationen die CO²-Emission um rund zwölf Prozent pro Jahrzehnt kontinuierlich abgesenkt. Man bedient sich also trotz gegenteiliger Fakten einer Lüge, die diese Generationen zu den Sündenböcken machen soll. Als wäre das nicht schon perfide genug, benutz man in der Darstellung der Zahlen einen Gaucklertrick: Man rechnet die CO²-Emission auf den Einwohner herunter und schon steht Deutschland gezielt schlechter da, als der Hauptemitent China. So gesehen gehen auf jeden Bundesbürger acht Tonnen CO², auf jeden Chinesen ebenso acht Tonnen pro Jahr. Der Unterschied ist nur, dass China im Vergleich zu 1990 mittlerweile das Fünffache an CO² ausstößt. Aber rechnet man die Sache pro Kopf, dann ist auch China nicht der Hauptemitent, sondern zum Beispiel Saudiarabien mit einem Pro-Kopf-Anteil von 17 Tonnen oder Kanada mit 16 Tonnen. Dennoch verursacht China gut 30 Prozent der Weltemission an CO², gefolgt von den USA und Indien. 

Die kleinen Zahlenspielereien zeigen indes, dass man mit ihnen viel Desinformation betreiben und Erkenntnisse durchaus in die falsche, aber gewollte Richtung schieben kann.


Der grün angetriebene Generationenkonflikt nimmt dabei absurde Züge an, rassistische Emotionen und Klischees bedienend. Schlagworte wie „Boomer“ oder „alter weißer Mann“ kommen spätestens immer dann zu Vorschein, wenn das aufgehetzte jugendliche Klientel mit Argumenten nicht mehr weiter kommt und sich in seiner argumentativen Absurdität ertappt fühlt. Nebeneffekt dieses Geschehens ist, dass sich die Jugend nicht mehr an den sogenannten Generationenvertrag gebunden fühlt.

Umso mehr ist daran gelegen, die „Alten“ mundtot zu machen und ihrer Rechte zu berauben. So spricht man schon einmal Menschen über 60 das Wahlrecht ab oder man spricht ihnen das Recht auf Wohnraum mehr oder weniger ab. Immer mehr macht die Frage die Runde, wozu alte Menschen ein Einfamilienhaus oder eine große Wohnung brauchen. Was heute noch als freundliche Frage scheinheilig verpackt  ist, ist morgen schnell ein freiheitlich-demokratisches Problem in der Entmündigung der Menschen, was allgemein zu der Frage führt: Wieviel Wohnfläche darf ein Mensch überhaupt klimakonform für sich für sich beanspruchen? Rechnet man diese Sache zu Ende, kommt man schnell auf Schlafplatz mit Stuhl, denn alles, was den Menschen etwas Luxus und Freiraum gewährt, ist nicht mehr klimaneutral.

6. Mobilität

Derzeit besitzen 68 Prozent aller Bürger_innen im Alter ab 18 Jahren ein Auto. Hier beginnt schon die eine große grüne Lüge in Sachen Mobilität, in der immer davon gesprochen wird, dass Autofahrende eine Minderheit wären, die verpflichtet wäre, im Interesse einer nicht Auto fahrenden Mehrheit Platz zu schaffen, insbesondere in der Frage der Straßennutzung. Es wird stets suggieriert, das Auto – und damit die individuelle Mobilität – wäre das grundlegende Übel in Sachen Gesellschaft und Klimawandel. Damit wären wir bei der zweiten grünen Lüge, denn wie schon 5. erwähnt, kann das Auto bei steigender Anzahl und dennoch sinkendem CO²-Emissionsanteil nicht der Übeltäter sein.

Dennoch wurde die individuelle Mobilität zum Hauptfeind einer ökologisch orientierten Gesellschaft erklärt, was dazu führt, dass mittlerweile vielerorts Fahrzeuge massiv beschädigt, unbrauchbar gemacht oder gar abgefackelt werden. Es ist weniger das Klima, dass dazu bewegt, sondern der Kontrollverlust, den die elitären Kreise haben, wenn alles durch die Gegend fährt, wie es will. Klima und Menschen müssen kontrolliert werden und dies bis ins kleines Detail.

Und auch hier bemächtigt man sich zum Anfang der Generation ab 70 Jahren, in dem man den Betroffenen zuerst pauschal das Recht zum Führen von Kraftfahrzeugen abspricht. Naturlich wird auch hier die Verkehrssicherheit vorgeschoben. In Wahrheit allerdings will man die anteilgen knapp 10 Prozent Autos mit dem miesen Trick von der Straße bekommen. Mittelfristig wird es allerdings auf ein generelles Verbot von privaten Autos – sprich von individueller Mobilität – kommen. Diese wird es nur noch geben, soweit die Fahrradräder rollen oder schlmmstenfalls die Füße laufen. Die künftige Mobilität soll abhängig und der Mensch erpressbar sein. Künftig werden wir hier von Kontingenten und Social Score genötigt, uns wohlfeil zu verhalten – ganz wie es eine grüne ökologische Elite wünscht.

Individuell mobil wird nur noch eine reiche Elite sein, die sich entweder die teueren Fahrzeuge leisten oder sich über CO²-Zertifikate teuer freikaufen kann.

7. Zertifikate

Eine besonders perfide Idee ist es, das Leben der Menschen über CO²-Zertifikate regeln zu wollen. So möchte der Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimaforschung zum Beispiel, dass jeder Bürger ein CO²-Budget von drei Tonnen bekommt und jeden Mehrbedarf in Form von Zertifikaten dazukaufen muss und zwar von denen, die weniger verbrauchen. 

Was bisher aus diesen Gedankenspielen nicht hervorgeht, ist die Frage, ob der körpereigene CO²-Ausstoß des Menschen, ca. zwei Tonnen pro Jahr) in den drei Tonnen enthalten ist oder ob die drei Tonnen wirklich für den allgemeinen Verbrauch wie Energie oder Mobilität gedacht sind. 

Gehen wir mal vom letzten Ansatz aus, so müsste nach heutigem Stand jeder Bundesbürger mindestens drei Tonnen als Zertifikate zukaufen. Das bedeutet: Wer reich ist, kann sich freikaufen, wer arm ist hängt in den Seilen und zwar mit dem Stick um den Hals. Dieses Konzept kann man durchaus als faschsitisch bezeichnen, denn was passiert mit den Menschen, die ihre drei Tonnen aufbrauchen und sich mehr nicht leisten können? Beim heutigen Stand von acht Tonnen dürften die drei Tonnen rasch verbraucht sein und was mit wieviel CO²-Budget gewertet wird, ist eh eine Sache, auf die der Mensch selbst keinen Einfluss hat und unterliegt der Willkür einiger weniger Entscheider, genauso wie die Bepreisung der Zertifikate selbst.

Kommen wir zurück zu der Frage: Was passiert mit den Menschen? Dürfen die dann nicht mehr essen, heizen oder das Licht anmachen. Dürfen sie dann überhaupt noch atmen oder kommen sie in Umerziehungslager, wo sie bei Wasser und Brot lernen, dass sie schlechte Menschen sind oder werden sie gleich als unnütze Lebensformen exekutiert? Was ist die Konsequenz der Umsetzung dieser faschistischen Idee?

Das CO²-Budget lässt sich dann auch gut zur Bestrafung von Rechtsverstößen verwenden. Was heute einen 20 Tagessätze kostet, kostet dann vielleicht eine Tonne CO²-Budget für die kommenden zwei oder drei Jahre.

Mit einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung hat das jedenfalls alles nichts mehr zu tun. Es wird eine Diktatur und es wird ziemlich faschistisch.

8. Die 15-Minuten-Stadt

Das Ziel hört sich erst einmal verlockend an: Räumlich kleine Communitys, in denen alles binnen 15 Minuten Fußweg erreichbar ist: Von der Wohnung, über den Arbeitsplatz bis hin zu Freizeit-einrichtungen, Parks, Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Kitas, Restaurants und Altersheimen. 

Aber was ist das eigentliche Ziel? 

Zum Einen wäre hier mehr oder weniger die komplette Abschaffung der Mobilität. Das Mobilste, was dann dort herumschwirrt, dürfte der E-Rollator von Opa Müller sein, der gerade zu seinem Arzttermin düst.

Zum Anderen ist die Motivation für derartige Pläne die Kontrolle der Menschen. Totale Überwachung auf kleinstem Raum. Blockwarte entscheiden wieder über Wohl und Wehe und auch darüber, ob Klaus seinen alten Kumpel Bernd in der Nachbar-Community besuchen darf oder nicht. Und wer nicht spurt, kommt nach Banlieu 13 – es ist ja nicht so, dass es nicht dafür schon Vordenker in Filmen gab.

9. Fazit

Wir haben allen Grund diesem Treiben zu mißtrauen und dieses Geschehen einzeln und in der Summe zu verhindern. Leider gibt es zu viele Menschen, die sich in Panik versetzen lassen und hörig fleissig zu allem nicken, was da so vom Zaun gebrochen wird.

Ja, wir haben es derzeit mit Erderwärmung zu tun. Mit Sicherheit. Ob wir diese versacht haben und ob wird die Ergebnisse verhindern oder abschwächen können, ist Glaskugelraten. Fakt ist jedoch, dass mit Lügen und Desinformationen gearbeitet wurde und wird und dass die derzeit propagierten Gegenmittel nichts bringen. Sie zielen lediglich darauf ab, die Menschen klein zu halten und unter Kontrolle zu bekommen. 

12.10.2022

Last Generation

Klar, wir sind uns alle im Klaren darüber, welchen Klima- und Umweltproblemen wir gegenüber stehen und nur die Dummen bestreiten diese Probleme.

Dennoch sehen wir uns einer neuen Militanz ökologischer Kräfte gegenüber, die von sich selbst behauptet, sich demokratisch zu bewegen und "nur" zivilen Ungehorsam zu leisten, damit sich auf Seiten der Regierungsverantwortlichen etwas tut.

Ok, letztendlich wohl nicht verkehrt und auch hier und dort sicherlich notwendig. Allerdings müssen sich Gruppierungen wie "Die letzte Generation" dennoch die Frage gefallen lassen, wie demokratisch sie tatsächlich sind und vor allem agieren.

Ist es wirklich demokratisch, wenn zehn oder zwanzig Aktivisten eine Großstadt lahmlegen und der breiten Masse durch eher sinnlose Blockaden ihren Willen aufzwingen?

Ist es wirklich demokratisch, wenn diese Aktivisten damit die breite Masse zwingen, ihre Arbeitszeiten zu verschieben, damit sie ohne Straßenblockaden pünktlich ihre Arbeitsplätze erreicht?

Nein, das ist es nicht. Sicherlich werden die demokratischen Rechte, die aus dem Grundgesetz resultieren gerne genutzt, dennoch sind die Absichten, die hinter den Aktivitäten stehen, selten demokratisch und das betrifft nicht nur die  "letzte Generation" sondern auch etliche andere Organisationen und Aktivisten aus diesem vermeintlich ökologischen Umfeld.

Es ist auch nicht wirklich erkennbar, was diese "letzte Generation" eigentlich überhaupt wollen. Haben sie sich im Herbst letzten Jahres dafür auf die Straße geklebt, dass keine Lebensmittel weggeworfen werden, so kleben sie dieses Jahr für Tempo100 auf einer Autobahn, auf der eh nur Tempo 80 erlaubt ist. Man gewinnt den Eindruck, dass sich die Truppe einfach nur irgendwo festkleben will, um festzukleben. Und für das Festkleben beschädigt man auch in Museen das eine oder andere Bild oder löst als Gast de Bundestages Feueralarm aus, wobei man die Erklärung der Zusammenhänge stets unterlässt.

Ist es das demokratische Recht der "letzten Generation" Straftaten zu begehen und Menschenleben zu riskieren, in dem die Feuerwehr wegen einem provozierten Fehlalarm umsonst in den Bundestag ausrücken oder Umwege fahren muss, weil festgeklebte Aktivisten ein Fortkommen von Einsatzfahrzeugen der Polizei und Rettungskräfte be- und verhindern? Nein, das ist es nicht. 

Diese ganzen Öko-Aktivisten, egal ob "Letzte Generation", Grüne oder "Berlin - autofrei" haben eines gemeinsam: Sie wissen eigentlich nicht was sie tun. Sie fordern Dorf und Blümchenwiese für die Großstadt, ohne Lösungen anzubieten, wie denn der Alltag dieser Großstadt, Demokratie, Freiheit, Selbstbestimmung, Mobilität der Menschen, Arbeit und Wirtschaft dann funktionieren sollen. Fasst man dieses Nichts zusammen und prüft die Möglichkeiten, kommt man schnell dahinter, dass als dies zutiefst undemokratisch ist und zwangsläufig in einer Art Diktatur enden muss. So fordert die Initiative "Berlin - autofrei", dass sich Autofahrende private Autofahrten genehmigen lassen müssen und das nur 12x im Jahr, bzw. später sogar nur 6x im Jahr. Ist das demokratisch, wenn ein Staat darüber entscheidet, wann jemand fahren darf und wann nicht? Das ein Staat darüber entscheidet, ob, wann und wohin seine Bürger*innen reisen dürfen, das hatten wir schon. Das Land nannte sich DDR und hatte eine Mauer.

Wer fackelt eigentlich seit Beginn von Fridays of future regelmäßig PKW en masse in Berlin ab? Früher richtete sich der Hass gegen Nobelfahrzeuge, heute trifft es auch das Auto des kleinen Arbeiters oder des mittelständischen Pflegedienstes. Von 365 Nächten im Jahr brennen mittlerweile an 250 irgendwelche Autos. Der Hass richtet sich also heute gegen das Auto an sich und nicht mehr gegen irgendwelche Prolls.

Auch vor Zerstörungen wird nicht mehr Halt gemacht. Farbanschläge, eingeworfene Scheiben, eindeutige Bekennungen, aus welcher Richtung es kommt. Und es kommt aus der militanten Öko-Ecke.

Ein deutscher Verantwortlicher der selbsternannten Tierschutzorganisation PETA, die überall auf der Welt regelmäßig Tiere in Tierheimen tötet, fordert, dass sich nur noch vegan lebende Männer fortpflanzen dürfen sollen, weil fleischessende Männer angeblich zu viel CO² ausstoßen. Das ist Faschismus per Excellence. Die Grünen hingegen, als Regierungspartei im Bund und vielen Bundesländern etablieren den Radfahrenden als einzig wahren Verkehrsteilnehmer und betreiben für den ADFC Klientelpolitik vom Feinsten. Da werden Radwege in Fahrspurbreite konstruiert, Busse, Autos, teils sogar Fußgänger*innen bleiben auf der Strecke, als gäbe es sie gar nicht und für die Schaffung von Radwegen ist es auch vollkommen egal, ob dafür Bäume gefällt werden müssen.

Spätestens, wenn man die Forderungen von PETA und "Berlin - autofrei" zur Kenntnis nimmt, weiß man, dass die selbsternannten Klimaaktivisten in der Summe alles andere als demokratisch wahrgenommen werden können. Im Gegenteil: Wir stehen dann am Rande eines ökologischen Faschismus unter Führung einer selbstherrlichen grünen Öko-Elite.

Die Bürger*innen gemeinhin sollen nicht mehr individuell und mobil sein. Zurück zum Feudalismus, wo der Bauer den Lehnsherrn fragen musste, ob er mal kurz das Dorf verlassen darf. In den feuchten Träumen der Ökoelite geht es um Kontingente, Zuteilungen und Restriktionen. Und über alles hat der grüne Staat die Kontrolle: Wer darf was und wieviel essen, wer darf Energie verbrauchen, wer darf in welchem Umfang Kleidung besitzen. Anfänge machte einst der Fleischatlas der Böllstiftung, der vorschlug, dass die Bürger*innen per Gesetz nur noch 600g Fleisch pro Monat essen dürften. Und derer kruder Vorschläge gibt es viele und einer undemokratischer und faschistischer als der andere.

Wer also frohlockend solchen Vereinen wie "Letzte Generation" hinterher hechelt, sollte sich darüber im Klaren sein, was in der großen summe damit letztendlich losgetreten wird. Und ob sich dann die Kleblinge und UHU-Fetischisten von heute noch darin wiederfinden ist fraglich.



02.09.2022

2022 - Die Zeit der Grünen ist gekommen

Das Jahr 2022 hat mit dem Aggressionskrieg Russlands gegen die Ukraine schon ziemlich mies angefangen. Lustigerweise ist auch hier Deutschland der Buhmann, obwohl wir eigentlich mit dem Krieg selbst erst einmal gar nichts zu schaffen haben, denn der Krieg dort ist eine bilaterale Sache zwischen Russland und der Ukraine. 

In einem modernen Europa können wir allerdings keinem Land einen derartigen Aggressionskrieg durchgehen lassen, es ist also normal, geboten und legitim, darauf Sanktionen folgen zu lassen - unabhängig davon, ob die letztendlich wirksam sind oder nicht. Wirtschaftlich-militärische Auswege gibt es für Russland immer, sei es über China, Iran oder Nordkorea, denn schließlich beteiligt sich nur ein Bruchteil der Staaten auf der Welt an den Sanktionen.

Aber auch die Ukraine hat sich seit Beginn des Krieges nicht in einem sehr positiven Licht gezeigt, zumindest nicht uns Deutschen gegenüber. Wollen, Fordern, Düpieren, Pöbeln - das war das, was die Ukrainischen Verantwortlichen vom Präsidenten bis zum Botschafter besonders gut konnten und können. Die Handelsbeziehungen Deutschlands zu Russland standen besonders oft in der Kritik.

Fakt ist: Deutschland ist ein souveräner Staat und entscheidet selbst, mit wem es Handel treibt und mit wem nicht und Deutschland benötigt dafür nicht die Zustimmung der Ukraine. Deutschland muss sich auch von keinem Land für die Handelsbeziehungen zu Russland verurteilen lassen. Das steht keinem Land der Welt zu und schon gar nicht einem Land, dass seit Jahren am finanziellen Tropf der EU, aber insbesondere Deutschlands hängt, denn bereits vor dem Krieg hat Deutschland direkt oder über Beteiligungen an EU-Finanzierungen Finanzhilfen in Höhe von einem Fünftel des ukrainischen Bruttoinlandprodukts jährlich in dieses Land gepumpt. Jetzt, seit Beginn des Krieges haben wir noch einmal richtig in die Kasse gegriffen, damit die Ukraine mit dem Arsch halbwegs an die Wand kommt und auch das wieder mehr als alle anderen - mit Ausnahme der USA. Irgendeine Form der Dankbarkeit seitens der Ukraine? Nein. Egal, muss ja auch nicht. Die haben dort im Moment auch ganz andere Sorgen, das verstehe ich sogar.

Tatsache ist allerdings, dass dieser kranke Krieg auch uns wirtschaftlich trifft und das nicht nur dadurch, dass wir Geld in die Ukraine schieben. Energie-, Kraftstoff- und Lebensmittelpreise sind in den letzten sechs Monaten ins Unermessliche gestiegen, die Inflationsrate beträgt knapp zehn Prozent. Die Inflationsrates stellt aber nur den Schnitt der Teuerungen dar, die Preiserhöhungen der wichtigen Dinge liegen weit höher. So stieg der Preis für ein Stück irische Butter eines namhaften Herstellers über sechzig Prozent, der Preis für Bio-Eier stieg um 45 Prozent. Gegenmaßnahmen verpufften. Ein Erfolg war das 9-Euro-Ticket.

Was aber so richtig nervt, ist die grüne Filterblase, die derzeit alles durchläuft. Gerade Wirtschaftsminister Habeck laviert sich - von Anhängern und Angehangenen stets hoch gefeiert - durch das Geschehen und will gegensteuern. Was er nicht sagt, ist, dass Gegensteuern überhaupt nicht im Interesse der Grünen ist, im Gegenteil: Für die ist das alles vollkommen in Ordnung, denn genau das, was wir jetzt haben, propagieren sie schon seit fast 20 Jahren, beginnend mit der Parole der 90er, dass ein Liter Treibstoff mindestens 5 DM kosten müsste und Energie und Lebensmittel eh viel zu billig wären. All diese Ziele haben sie mit einem Schlag erreicht und da ist die einst geforderte und jetzt realisierte Nichtinbetriebnahme von Nord Stream 2 noch nicht einmal mit dabei. Die Grünen haben gar kein politisches Interesse an einer Änderung der derzeitigen Lage, denn schlagartig wurde eine Vielzahl ihrer Grundforderungen erreicht, ohne dass sie auch nur einen Handschlag dafür tun oder sich dafür einer demokratischen Auseinandersetzung stellen mussten.

Daraus resultiert natürlich auch, dass die Grünen wenig Interesse an einem schnellen Ende des Krieges in der Ukraine haben, was wiederum Frau Baerbock mehr oder weniger deutlich macht. Die Grünen sind der politische Nutzniesser des Krieges und wollen es auch bleiben. Bereits in der Hochzeit der Coronakrise und selbiger als Grund waren sich die Grünen (insbesondere in Berlin) nicht zu schade, obskure Dinge wie Popup-Radwege zu installieren und zu manifestieren, egal ob diese nun Sinn machten oder nicht. Hauptsache, man konnte den Individualverkehr schikanieren.

Das grüne Klientel bedient sich mittlerweile in den sozialen Medien der gleichen Mittel, wie die Anhänger der AfD und anderer rechter Gruppierungen. Sagt man etwas gegen grüne Politik, Politiker oder grüne Positionen, erscheint ganz geschwind eine obskure Schar von grünen Trollen auf dem Plan und benimmt sich dann meist genauso dreckig und beleidigend, wie die Rechten - spätestens wenn sie merken, dass sie sich selbst in ihren kruden Theorien verrennen und man es ihnen auch stichhaltig nachweisen kann. 

Die neueste grüne Hass- und Desinformationskampagne ist übrigens gerade in Sachen "Dienstwagenprivileg" angelaufen, was allerdings schon einen eigenen Beitrag wert ist. Fakt ist: Das Grundproblem, dass durchaus berechtigt beanstandet wird, ließe sich mit einem Preisdeckel regeln. Der Begriff "Dienstwagenprivileg" selbst hingegen ist grüne Neidpropaganda, denn für die breite Masse der Nutzungsberechtigten ist weder Privileg noch wirklicher Vorteil, denn das Fahrzeug ist in der Regel ein erforderliches Betriebsmittel, für dessen anteilige Privatnutzung die Berechtigten nicht unerhebliche Steuer- und Sozialversicherungsbeiträge zusätzlich aufbringen, abgesehen davon ist es auch ein ökologischer Vorteil, denn gäbe es diese Privatnutzung nicht, gäbe es noch mehr Autos auf den Straßen, denn es gäbe dann den Firmenwagen als Betriebsmittel und ein Privatfahrzeug.


26.02.2022

"Eckardt, der Russe ist da ..."

Unabhängig davon, wieviel Beteiligte der Vergangenheit eine Mitschuld an der gegenwärtigen Eskalation in der Ukraine haben, ist eines unstrittig: Der Aggressor ist Russland und Putin ist ein Kriegsverbrecher. PUNKT.

Das war letztendlich auch schon bei der Annexion der Krim so.

Dennoch:

Man muss in dieser Sache auch zurückblicken und Ursachenforschung betreiben.

Nehmen wir als erstes die Krim. Die Krim gehörte nie der Ukraine bis 1954 Nikita Chruschtschow der Meinung war, die Krim in die Verantwortung der Ukrainischen Sowjetrepublik zu übertragen, aus Anlass des 300-jährigen Jubiläums des Vertrages von Peresjaslaw. Nun muss man dabei allerdings auch sehen, dass dies im Jahr 1954 territorial vollkommen egal war, denn insgesamt waren die Russische föderative Sowjetrepublik und die Ukrainische Sowjetrepublik Bestandteil der Sowjetunion und zu jener Zeit war der Zerfall der UdSSR knapp 40 Jahre später nicht einmal im Ansatz absehbar.

Vor 31 Jahren, zu Beginn des Jahres 1991, sah die Sache hingegen anders aus. Da gab es am 20. Januar 1991 ein Referendum, in dem sich mehr als 90 Prozent der Krimbewohner für eine autonome sozialistische Sowjetrepublik Krim unter dem völkerrechtlichen Schirm der damals existierenden UdSSR entschieden. Der Oberste Sowjet der Ukraine erkannte zwar die ASSK (die schon einmal in den Zwanzigern unter  Führung der RFSSR bestand) an, unterstellte diese aber der Ukrainischen SSR. Die Verantwortlichen der ASSK manifestierten diesen völkerrechtlichen Fehler jedoch in der Verfassung der ASSK und mit der Unabhängigkeitserklärung der Ukrainischen SSR im Sommer 1991 in den "bestehenden Grenzen" ging die Krim an die Ukraine. Letztendlich hat damals die RFSSR diese Verschiebung akzeptiert, was wiederum dann zu Problemen mit der atomar bestückten Schwarzmeerflotte führte. Erst 1997 wurde dann entsprechende Pachtverträge zwischen dem jetzigen Russland und der Ukraine getroffen. Im weiteren Verlauf stellte sich die Ukraine u.a. im russisch-georgischen Krieg 2008 gegen Russland und unterstützte Georgien. Das führte letztendlich dazu, dass Russland erkennen musste, dass die Ukraine für russische Interessen keinen verlässlichen Partner darstellte. Die deutliche Mehrheit der Krimbewohner sind Russen und nicht einmal die Hälfte davon sind Ukrainer. 

Mit der Unabhängigkeit der Ukraine kamen allerdings auch alte Nationalismen zum Vorschein, was u.a. dazu führte, dass auch ukrainische Nazis in die Regierung und ins Parlament kamen. Dies führte u.a. dazu, dass die russische Sprache nicht mehr Amtssprache war und auch so - bis heute - nicht unerhebliche Benachteiligungen für Russen und russischsprachige Bevölkerungsteile bestehen. Diese hingegen haben nie die ukrainische Kolloboration der Ukrainer mit Nazideutschland vergessen. Die größte ausländisch besetzte SS-Division kam aus der Ukraine. Viele Russen in der Ukraine waren nach dem Zerfall der UdSSR mehr oder weniger staatenlos bis Russland sich breit erklärte, diese als Bürger Russlands anzuerkennen, während die Ukraine den Menschen systematisch die Staatsbürgerschaft verweigerte. Diesen Fehler machten bis zum EU-eintritt im Übrigen auch die baltischen Staaten.

Das Russland daraus einen Schutzanspruch für die "russische Bevölkerung" der Ukraine konstruiert, ist nahezu logisch und das die zu weiteren Verwerfungen zwischen den beiden Ländern führt ebenso und die Krim ist da nur ein Beispiel, denn Gleiches gilt eben auch für die Gebiete Donezk und Luhansk. Fazit: Hätte die Ukraine von anfang an die russischstämmigen nicht wie Aussätzige behandelt, hätten wir heute nicht das Problem in der aktuellen Form.

***

Das zweite Problem ist der Einfluss des Westens und der NATO. Nach dem Fall des eisernen Vorhangs hat man westlicherseits viele Versprechungen gemacht, was die Ausdehnung des westlichen Interessenshemisphäre angeht. Da man allerdings die Sowjetunion, später GUS und Russland für schwach und wirtschaftlich mit eigenen Problemen behaftet sah, sah man keinen Anlass, sich an dieses früheren Aussagen zu halten und dehnte sich nach Osten aus. Das Russland da auch Interessen hatte und hat, schob man komplett beiseite. Und eines ist auch fatal: Jedem Land stand mehr oder weniger EU und NATO offen, Russland jedoch nie. Doch wäre es nicht damals der einfachste Weg gewesen, die Russen mit ins Boot zu holen, statt diese als ewigen Gegner abzustempeln? Das die Russen dann auch irgendwann einmal pissig werden und wieder auf ihre Interessen pochen, ist auch klar, insbesondere dann, wenn dort wieder ein kleiner Mann mit großem Ego den Babydespoten gibt. Das man es nicht für den Rest der Tage mit einem besoffenen Jelzin zu tun hat, mit dem man machen kann, was man will, hätte auch hier jedem Verantwortlichen klar sein müssen.

Heute jammern alle: Der Krieg ist zurück in Europa.

Ja, das ist er. Es hätte aber verhindert werden können.

06.01.2022

Covid-Ansage: Macht es endlich richtig oder hört auf, mich zu nerven ...

Ich bin ja in Sachen Anti-Covid-Maßnahmen in der Regel äußerst verständnisvoll und halte diese auch für gegeben und notwendig. Ich trage Maske (grundsätzlich FFP2), halte Abstand (mag es eh nicht, wenn man mir auf die Pelle rückt), halte mich an die AHA-Regeln, meide Menschenansammlungen/Partys/Veranstaltungen, ich bin geimpft und lasse mich auch am 11.1. von meinem Doc boostern. 

All dies tue ich in erster Linie für mich, zu meinem Schutz und sehe es nicht zwingend als solidarischen Akt. Dass es diesen Nebeneffekt hat, ist eine ganz andere Sache. Aber der Hauptgrund meines Handelns ist egoistisch und dazu stehe ich auch. Ich möchte nicht wie ein krepierender Elefant mit Beatmungsrüssel in der Fresse auf der Intensivstation liegen. Punkt.

Ich habe allerdings kein Verständnis für Maskenverweigerer, Versammlungs- und Partyfetischisten, Verschwörungstheoretiker und für die ganzen anderen Eso-Schwurbel-Kloppos. die mittlerweile unsere Straße und Plätze, Betriebe, Schulen, Kitas unsicher machen und meinen, Kinder wären als Schutzschild gegen die Polizei geeignet. Ich habe allerdings Verständnis dafür, dass es Menschen gibt, die Schiss vor der Impfung und deren etwaigen Nebenwirkungen haben. Das sind Ängste, die kann man nun einmal nicht so einfach wegdiskutieren. Ich habe Höhenangst und da kann man mir auch vieles vom Baukran erzählen, ich steige trotzdem nicht rauf, genauso wenig, wie ich aus einem brennenden Haus springen würde. Hier muss man dann einfach die Ängste abwägen und meine Angst bäuchlings auf der ITS zu liegen, ist größer als die vor Impffolgen von einem neuen Impfstoff.

Was mich aber eigentlich seit Beginn der Pandemie - aber in letzter Zeit verstärkt - anpisst, ist die Halbwertzeit der politisch-medizinischen Gegenmaßnahmen. Sprich: Wird eine Entscheidung getroffen, braucht man diese eigentlich gar nicht erst umsetzen, weil sie sowieso nur ein paar Tage gilt, zumal diese sich immer noch von Bundesland zu Bundesland, teilweise von Landkreis zu Landkreis unterscheiden. Kein Schwein blickt mehr durch, alle zwei Wochen wird irgendein neuer Spaß entschieden und das ist es, was die Leute vollkommen kirre macht und auch immer mehr Menschen in die Arme der Schwurbelsekten führt. Auch im politischen Establishment fühlt sich immer noch jeder Depp dazu berufen, seinen Senf dazuzugeben und jeder meint, es besser zu wissen. 

Leute, das griechische Alphabet interessiert mich einen Dreck. Mich interessiert, wie wir den Scheiß wieder los werden, egal welche Version da gerade am Start ist und nach meinem Verständnis gehört dazu eine Einheitlichkeit UND Dauerhaftigkeit der Maßnahmen, auch wenn die Maßnahmen vielleicht noch einmal härter ausfallen. Am Anfang der Pandemie wurde Deutschland für das Krisenmanagement hoch gelobt und heute? 3G, 2G, 2Gplus, 1G, 1Gplus, 5G mit Telefon, 4K und 8K in Schwarz-weiß ... mit FFP2, mit medizinischer Maske und und und ... und überall anders. Zwischendrin noch ein paar Apps, die Daten sammeln und niemand wirklich weiß, was damit passiert und zwischendurch das ewige Gelaber: Omikron schlimm, nicht schlimm, bisschen schlimm, aber eigentlich ist alles Delta, weil die Franzosen jetzt was gefunden haben, was wieder anders ist - und natürlich muss dies auch wieder richtig gefährlich sein.

Leute, Fakt ist, dass wir künftig mit Covid leben müssen und es uns in den nächsten Jahrzehnten weiterhin begleiten wird und ja, es wird somit normal werden, wie Influenza. Damit müssen wir lernen umzugehen und darauf müssen wir mit Kontinuität reagieren und nicht mit wöchentlichen Entscheidungssprüngen der politisch Verantwortlichen. 

Ende der Ansage.

23.11.2021

Bedenklich, sehr bedenklich

Leute, ich verstehe das: Nichtgeimpfte verhalten sich unsolidarisch und es ist unverständlich, dass man sich mit den absurdesten Gründen vor der Impfung drückt. Und das macht sauer - auch mich.

Andererseits müssen wir, die Geimpften, nicht so tun, als wären wir die solidarischen Heros, denn wenn wir ehrlich sind, haben wir uns aus eher egoistischen Gründen impfen lassen, nämlich in erster Linie wegen unserer eigenen Gesundheit und weil keiner von uns auf der Intensivstation verenden will. Hier ist allerdings auch eine solidarische Komponente erkennbar: die Entlastung der Krankenhäuser und somit auch die Entlastung der Krankenkassen und des Pflegepersonals. 

Der zweite Grund ist wesentlich egoistischer und diesen leben wir, die Geimpften, gerade mit all uns zur Verfügung stehenden Härte und Arroganz aus: Wir wollen arbeiten, shoppen, reisen und all die Nichtgeimpften, im Bundesdurchschnitt sind es noch ca. dreißig Prozent, hindern uns daran - so der allgemeine Tenor befeuert von Politik und Medienlandschaft.

Das hat Folgen. Wir, im Sinne von "der Staat", schränken das Leben der Nichtgeimpften massiv ein. Reiseverbote, Einkaufsverbote, sogar Arbeitsverbote sind im Gespräch - denn nichts anderes ist die geplante Pflicht zu 2G für Arbeitsstätten. Zudem möchte man hier ein Kündigungsrecht installieren.

Wir haben gerade ein riesiges Problem, denn unser einst sehr auf die Einhaltung demokratischer Normen bedachte Staat verselbstständigt sich - und alle (Geimpften) machen mit und lassen es ihm im Sinne der "Volksgesundheit" durchgehen, ohne zu merken oder einer dummen Ignoranz, dass wir uns auf einen ganz gefährlichen Weg begeben. Wie sehr sich die Sache verselbstständigt merkt man daran, dass sich alle in ihren Forderungen gegen Nichtgeimpfte übertrumpfen wollen - mit nach oben offenem Ende. Dies alles geschieht ohne eine gesetzliche Impfpflicht.

Husten, wir haben ein Ödem. Ohne gesetzliche Impfpflicht hat jede*r Bürger*in das Recht, sich impfen zu lassen, ebenso aber auch das Recht dies nicht zu tun und zwar in beiden Varianten ohne vom Staat dafür bevorzugt oder benachteiligt zu werden. Lässt der Gesetzgeber ein Entweder-Oder zu, insbesondere dann, wenn er auf eine gesetzlich Festlegung verzichtet, darf er die Bürger*innen nicht bestrafen, wenn sie eine Wahl treffen, die nicht dem Duktus des Gesetzgebers bzw. des Staates entspricht. Das sollte zumindest in einer funktionierenden Demokratie nicht der Fall sein.

Wir reden derzeit von rund 32 Prozent Nichtgeimpften. Laut RKI ist allen Berechnungen der Bevölkerungsstand vom 31.12.2020 zugrunde gelegt, also 83.129.285 Einwohner*innen, davon sind 68 Prozent vollständig geimpft, weitere knapp 3 Prozent haben zudem die erste Impfung hinter sich, die also defacto aus den 32 Prozent noch rausgerechnet werden müssen, somit sind wir bei 29 Prozent Nichtgeimpften. Davon abrechnen muss man weiterhin ca. 12 Prozent Kinder unter 12 Jahren, deren Impfkampagne ja jetzt gerade erst startet. Es verbleiben also rund 17 Prozent Nichtgeimpfte und auch hier ist es auch noch nicht das Ende, denn diese 17 Prozent beinhalten auch noch die derzeit als "Genesen" geltenden Bürgerinnen und Bürger. Diese kann man allerdings rechnerisch schwer fassen, denn die Statistiken zeigen immer nur die Gesamtzahl der Genesenen sein Pandemiebeginn. Um das allerdings halbwegs real abbilden zu können, bräuchte man den Wert der Genesenen der letzten fünf Monate. Es bleibt nur eine Schätzung und unter Berücksichtigung der Fallzahlen der letzten Monate müsste die Zahl der derzeit als genesen geltenden Menschen bei ca. einem Prozent liegen. Damit sind wir bei 16 Prozent tatsächlich nicht geimpfter Personen, also die, die für uns als uneinsichtige Impfverweigerer und somit als besonders üble unsolidarische Zeitgenossen gelten, die es auf jeder Ebene zu reglementieren gilt und rein theoretisch müsste man hier auch noch den Teil rausrechnen, der sich aus einer medizinischen Indikation heraus nicht impfen lassen kann.

Was ist nun der Grund für die 16 Prozent, sich nicht impfen zu lassen? Zum einen kann man tatsächlich ein politisches Statement erkennen. Rebellion. Wenn der Staat was will, machen wir das Gegenteil und tatsächlich kann man hier auch prozentual die ideologischen Fehltritte diverser Parteien und Organisationen wiederfinden, sei es die AfD, "Die Basis", "Die Rechte", aber auch einige Kirchenfundamentalisten bringen hier ihr krudes Weltbild ins Spiel. Einige haben allerdings einfach nur Angst. Angst vor Nebenwirkungen, Spätfolgen, Chips und Dips. Angst hinterher zeugungs- oder gebärunfähig zu sein usw. usf. ... Ängste baut man aber nicht durch Druck oder Überzeugungsrederei ab. Ich selbst habe Höhen- und Flugangst und da kann man mich noch so sehr versuchen, zu überzeugen, dass doch oben alles toll ist: Es ist mir egal. Ich muss selbst die Überwindung dazu hinbekommen, auf's Türmchen zu gehen oder in den Flieger zu steigen.